London · Sehen
Kew Gardens
Botanischer Garten mit viktorianischen Glashäusern und Baumwipfelpfad, Unesco-Welterbe.
Was dich erwartet
Kew ist kein Park für einen schnellen Rundgang, sondern eine eigene kleine Welt am Südwestrand der Stadt. Zwischen alten Bäumen und weiten Rasenflächen stehen die grossen viktorianischen Glashäuser. Im Palm House aus Glas und Eisen ist es feucht und warm, Palmen ragen bis unters Dach, und über eine Galerie steigst du hinauf bis in die Kronen. Das Temperate House ist noch grösser und zeigt Pflanzen aus gemässigten Zonen rund um die Welt. Im Princess of Wales Conservatory wanderst du durch zehn Klimazonen, von der Wüste bis zum Regenwald.
Draussen geht die Entdeckungsreise weiter: Auf dem Baumwipfelpfad läufst du auf Höhe der Kronen, die chinesische Pagode ragt fast 50 Meter in die Höhe, und das japanische Tor Chokushi-Mon steht inmitten eines Steingartens. Dazu kommen ein Bambusgarten, ein See mit Wasservögeln und der kleine Kew Palace mit seinem Kräutergarten. An Regentagen ziehst du einfach von Glashaus zu Glashaus.





Geschichte in Kürze
Am Anfang standen exotische Gärten, die Henry Capel im 17. Jahrhundert bei Kew anlegte. Prinzessin Augusta, die Witwe des Prince of Wales Friedrich Ludwig, erweiterte sie stark, ab 1759 dienten sie erstmals als botanischer Garten. Der Architekt William Chambers baute 1762 die chinesische Pagode, die bis heute steht. Unter Georg III. bauten William Aiton und Joseph Banks die Sammlung weiter aus.
1840 wurde Kew zum nationalen botanischen Garten. Der Architekt Decimus Burton entwarf im 19. Jahrhundert mehrere Gewächshäuser: Das Palm House entstand 1844 bis 1848, am Temperate House, 1859 in Auftrag gegeben, wurde rund 40 Jahre lang gebaut. Seit 2003 gehört Kew zum Welterbe der UNESCO. Heute ist der Garten auch ein Forschungsinstitut mit einer riesigen Sammlung lebender Pflanzen und getrockneter Belege.
Häufige Fragen
Wie lange sollte ich einplanen?
Rechne mit etwa drei Stunden, besser einem halben Tag.
Lohnt sich Kew bei Regen?
Ja, Palm House und Temperate House bieten viel Fläche unter Dach.
Wie komme ich hin?
Mit U-Bahn oder Overground bis Kew Gardens, im Sommer auch per Boot ab Westminster.
Wann ist Kew geöffnet?
Täglich ab 10 Uhr, der Schluss richtet sich nach der Jahreszeit. Prüf die Zeiten vor dem Besuch auf der offiziellen Website.
Hintergrund
Die Royal Botanic Gardens, Kew (Kew Gardens) sind eine ausgedehnte Parkanlage mit bedeutenden Gewächshäusern; sie sind zwischen Richmond upon Thames und Kew im Südwesten Londons gelegen und zählen zu den ältesten botanischen Gärten der Welt. Es sind dort viele Pflanzen zu sehen, die in Europa oder auf der nördlichen Halbkugel nicht heimisch sind. Neben den weltbekannten viktorianischen Gewächshäusern finden sich in Kew Gardens auch grossflächige Parkanlagen mit sehr alten Rhododendrongewächsen. Die Besucherzahlen liegen heute bei ein bis zwei Millionen pro Jahr. In jüngerer Zeit widmet sich Kew Gardens auch intensiv Zielen der Umweltbildung, der Forschung und des Naturschutzes. Am Standort Wakehurst, rund 60 km südlich von London, befindet sich ebenfalls ein grosser, von Kew Gardens genutzter botanischer Garten. In dem über 200 ha grossen parkartigen Gelände dominieren Gehölze aus aller Welt und die sogenannte Millennium-Samenbank.
Aus Wikipedia: «Royal Botanic Gardens (Kew)», Lizenz CC BY-SA 4.0
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